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Sir Galahad (Bertha Eckstein-Diener)

Mütter und Amazonen

(in German)

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Mütter und Amazonen ist ein Werk das nicht einen Bruchteil der Aufmerksamkeit erfahren hat, die es verdient. Sir Galahad hatte keine fachliche Reputation, die Zeit, in der das Buch erschien (1932), und auch die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg hatten andere Sorgen, und für den täglichen Kampf des modernen Feminismus scheint es wenig tauglich – Sir Galahad urteilt nicht, beklagt keine Diskriminierung, stellt keine Forderung nach Gleichberechtigung auf. In ihrer Betrachtung Jahrtausender menschlicher Kultur auf allen Kontinenten geht es ihr um Größeres – um die Anerkennung weiblicher Macht. Am Anfang war die Frau. Das Amazonenheer steht nicht vor den Mauern der Stadt, um über Lohngleichheit oder die gerechte Aufteilung der Hausarbeit zu diskutieren ...

Auf Deutsch sind gedruckte Ausgaben dieses Buches (zuletzt bei Ullstein als Taschenbuch) nur antiquarisch erhältlich, ebenso eine englische Übersetzung aus dem Jahr 1973, die digital nicht verfügbar ist. Eine neue frei verfügbare Übersetzung, sowie eine auf aktuellem Stand wissenschaftlich fundierte kritische Edition, die hier nicht geleistet werden kann, wären wichtig und interessant. Nach fast einem Jahrhundert wäre die Zeit dafür vielleicht reif.

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Über die Autorin

Bertha Diener wurde 1874 in Wien geboren, wo sie in einer wohlhabenden Industriellenfamilie aufwuchs. 1898 heiratete sie den Wiener Literaten und Privatgelehrten Friedrich Eckstein, der dem jüdischen Großbürgertum entstammte, um die Heirat zu ermöglichen aber zum Protestantismus übertrat. Sie bezogen ein Haus in Baden, wo sie einen literarischen Salon führten, in dem bekannte Persönlichkeiten des österreichischen Kulturlebens verkehrten, wie Peter Altenberg, Karl Kraus, Adolf Loos und Arthur Schnitzler; 1899 wurde ihr Sohn Percy geboren. Bald danach begann sie ein Verhältnis mit dem Physiologen Theodor Beer, der 1903 eine andere Frau heiratete. Im darauffolgenden Jahr verließ Bertha Ehemann und Kind, und begann ausgedehnte Reisen, unter anderem nach Ägypten, Griechenland und England. 1910 bekam sie ihr zweites Kind, Roger, dessen Vater Theodor Beer war, und den sie in eine Pflgegefamile gab. Noch vor dem ersten Weltkrieg übersiedelte Bartha Eckstein-Diener nach München, Anfang der 1920er dann in die Schweiz, die sie als begeisterte Skifahrerin auch der Berge wegen liebte, und in der sie bis zu ihrem Tod 1948 lebte.

Bertha Eckstein-Diener, die ihre bekanntesten Werke unter dem Pseudonym Sir Galahad veröffentlichte, verfasste neben Aufsätzen und Essays für Zeitungen und Zeitschriften und der Übersetzung dreier Werke von Prentice Mulford acht Bücher – Romane mit historischem Hintergrund und kulturgeschichtliche Abhandlungen; eine Kulturgeschichte Englands blieb unvollendet. Mütter und Amazonen, an dem sie von 1925 bis 1931 arbeitete, ist ihr bedeutendstes Werk.

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